GRAFIK UND DRUCKGRAFIK

Der primäre Fokus der Abteilung Grafik und Druckgrafik liegt auf der Auseinandersetzung mit Zeichnung in all ihren denkbaren Formen. Zeichnung ist sowohl autonome Kunstäußerung, als auch Mittel der spontanen Kommunikation und Notation von Ideen, Gedanken und Vorstellungen und damit wesentliche Voraussetzung für jedes Studium der bildenden Kunst. Sie ist der grundlegende Prozess der Visualisierung und Schaffung von Zeichen und mithin die Grundlage der visuellen Kultur.
        Druckgrafik hingegen ist die ursprüngliche Medienkunst und bietet eine einzigartige Schnittstelle für das Entdecken von kreativen Möglichkeiten im Dialog mit Technologie und Maschine an. Sie erweitert das visuelle Kommunikationsmittel Zeichnung durch Vervielfältigung und Publikation. Zur Erforschung der visuellen Kultur unserer Mediengesellschaft bildet sie ein Labor, in dem traditionelle und zukunftsweisende Interaktionen zwischen haptischem Tun und technologisch bedingter Distanzierung erprobt und entwickelt werden können.
        Gestalterisches Arbeiten erfolgt sowohl mit digitalen Werkzeugen, als auch mit traditionellen analogen Techniken, diese werden in der Abteilung als unhierarchisch und selbstständig betrachtet.
        Der theoretische Fokus der Abteilung liegt darauf, sich mit der in ständigem Wandel stehenden Medienentwicklung und den damit zusammenhängenden kreativen, gesellschaftlichen und politischen Konsequenzen und Problematiken auseinanderzusetzen, diese kritisch zu betrachten – und als Möglichkeiten wahrzunehmen.
        Strukturelles Ziel des Studiums ist, die Studierenden zu unterstützen, ihre eigene Haltung als zeitgenössische KünstlerInnen zu entwickeln und zu definieren, unabhängig davon, ob sie in ihrer Arbeit bei Zeichnung und Druckgrafik bleiben, oder sich später entscheiden, andere Möglichkeiten auszuforschen. Die Unterrichtsangebote der Abteilung umfassen die ganze Bandbreite von technischen Kursen und Forschung, Vorlesungen, Seminaren, Studienreisen, Gruppenkritik und persönlichem Mentoring.
        Die Werkstätten für Druckgrafik stehen den Studierenden aller Studienrichtungen der Universität offen und wurden 2018 im Zuge der Umsiedelung  der Abteilung  neu und zeitgemäß eingerichtet. Dank der zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen und Projekte sowie Kooperationen außerhalb des eigenen direkten Umfelds (Beispiel 2019-21 mit dem Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien) bekommen die Studierenden und Lehrkräfte der Abteilung viele wertvolle Impulse und Feedback.

Die Kunstwelt steht vor Wandel und Umbruch. Wie Künstlerinnen und Künstler ihre Brücken zwischen haptischem und technologischem Tun schlagen wird die Zukunft der bildenden Kunst bestimmen. In diesem Kontext spielt die Abteilung als internationale Plattform der grafischen Künste eine zentrale Rolle.


GRAPHICS AND PRINTMAKING

The primary focus of the Graphics and Printmaking department concerns drawing in all its numerous forms. Drawing is both an autonomous artistic expression and a means for the spontaneous communication and notation of ideas, thoughts and conceptions. It is thus an essential prerequisite for any study of Fine Art. It is the fundamental process of visualizing and creating characters, and therefore the foundation of visual culture.
        Printmaking, on the other hand, is the original media art and offers a unique interface for discovering creative possibilities in dialogue with technology and machine. It expands the visual communication medium of drawing through reproduction and publication. For researching the visual culture of our media society, it forms a laboratory in which traditional and future-oriented interactions between haptic activity and technological distancing can be tested and developed. Creative work takes place both with digital tools and with traditional analogue techniques; these are viewed in the department as non-hierarchical and independent.
        The theoretical focus of the department is centered on the constantly changing media development and the related creative, social and political consequences and problems. It is about looking at these developments critically – while also seeing them as possibilities.
        The structural aim of the department’s study program, is to support the students in developing and defining their own attitude as contemporary artists, regardless of whether they stick to drawing and printmaking in their work or decide later to explore other possibilities.
        The department’s teaching encompasses the full range of technical courses and research, lectures, seminars, study trips, group criticism, and personal mentoring. The workshops for printmaking are open to students from all fields of study at the university and were upgraded and modernized in 2018 as part of the relocation of the department. Thanks to numerous national and international exhibitions, projects and collaborations (example 2019-21 with the Department for Contemporary History, University of Vienna), students and teachers in the department receive a lot of valuable impulses and feedback.

The world of art is facing change and upheaval. How artists build bridges between haptic and technological activity will determine the future of the visual arts. In this context, the department plays a central role as an international platform for the graphic arts.